Mit Sun Ra ins „Omniverse“

06.09.16 / 20 h

dochine planetarische Exkursion von Marietta Kesting

Der Musiker und Künstler Sun Ra erfand in den 60er Jahren das „Omniverse“ mit einer globalen Geschichte, Weltraumreisen, sowie der Affirmation von „Aliens“. Er war jedoch nicht der einzige, der sich für einen afrikanischen Futurismus interessierte, ebenso entwarfen die Science Fiction Autor_innen Octavia Butler, Samuel L. Delaney und die Musiker Lee „Scratch“ Perry und George Clinton mit dem Mothership Visionen eines anderen Lebens – auch als Gegenreaktion auf Rassismus und Marginalisierung in der US-amerikanischen Gesellschaft. Aktuell beziehen sich wieder viele afrikanische Künster_innen auf diese Ideen und bemühen sich um eine Weiterführung eines afrikanischen Futurismus in der Gegenwart.

Marietta Kesting ist seit April 2016 Juniorprofessorin für Medientheorie am cx centrum für interdisziplinäre studien an der Akademie für Bildende Künste, München. Sie studierte Visual Arts am Bennington College, Vermont (USA) und Kultur- und Medienwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2004 ist sie Teil der kollektiven Publikationsplattform b_books in Berlin.